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Island könnte sich bei der Geothermie eigentlich zurücklehnen. Genau das tut es aber nicht

laurafinzi
22. Sept.
1 Min. Lesezeit

Drei Tage war ich mit Wärmewende durch Geothermie, unserem Unterhachinger Bürgermeister Korbinian Rausch, MdL Kerstin Schreyer sowie weiteren Vertretern der Geothermie auf Island unterwegs. Wir haben Anlagen besichtigt und uns mit Vertretern aus Politik, Kommunen und Geothermie ausgetauscht. 


Die Voraussetzungen vor Ort sind mit denen in Deutschland kaum vergleichbar: In Island werden schon in rund 1,5 Kilometern Tiefe etwa 200 Grad erreicht. Rund 90 Prozent der Häuser werden mit Geothermie geheizt, die Energieversorgung basiert bereits vollständig auf erneuerbaren Quellen. 


Island könnte sich auf dem bisher Erreichten entspannt ausruhen. Tut es aber nicht. 


Bereits jetzt wird weitergedacht: Es wird an Bohrungen bis 5.000 Meter und Temperaturen um 500 Grad geforscht. Auch weitere Nutzungsmöglichkeiten werden entwickelt – von CO₂-Abscheidung bis zu einer Algenfarm, die den Rücklauf der Geothermie nutzt. 


Das ist meine Erkenntnis der Reise: Wer sehr weit ist, baut heute schon die nächsten Bausteine für die Zukunft. Wir können Island nicht kopieren. Aber von dieser Konsequenz können wir lernen: Möglichkeiten erforschen und weiterentwickeln. Mit der gebotenen Vorsicht, aber mit einem klaren Ziel. 


Denn das ist GEOTHERMIE KOMPETENZ: Heute die Grundlagen dafür zu schaffen, was morgen möglich sein soll.

 
 
 

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