Von der kühnen Idee zum Energierückgrat
- matgyver3
- 28. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Wie #Geothermie bei uns in Unterhaching auf den Tisch kam - und was andere Gemeinden daraus lernen können
Geothermie in Unterhaching entstand nicht über Nacht. Sie ist das Ergebnis eines bewussten kommunalen Prozesses.
Mitte der 1990er-Jahre reagierte die Gemeinde auf die UN-Klimarahmenkonvention und gründete eine Arbeitsgruppe aus Kommune, Kirchen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Die Leitfrage war klar:
Wie kommen wir weg vom Heizöl?
Gas-Blockheizkraftwerke waren eine Option, hätten aber keine echte Energie-Souveränität gebracht.
Der Wendepunkt kam mit einer Ringvorlesung zu geothermischen Heißwasservorkommen. Sie zeigte: Das Voralpenland birgt enormes Potenzial. Eine Machbarkeitsstudie bestätigte 2001 diese Einschätzung deutlich.
Dann ging es Schritt für Schritt:
🟠 Gründung der GEOTHERMIE UNTERHACHING (2002)
🟠 Erste Bohrung (2004)
🟠 Zweite Bohrung (2006)
2007 floss erstmals Wärme in ein Wohnhaus, 2009 startete die Stromproduktion. Heute werden schon 75% der Haushalte mit heimischer, klimafreundlicher Wärme versorgt. Jährliche CO₂-Einsparung: rund 44.000 Tonnen.
Drei Learnings für Kommunen:
🟠 Energie-Souveränität beginnt lokal
🟠 Transformation braucht Zeit, Geothermie Kompetenz und Durchhaltevermögen
🟠 Beteiligung schafft Akzeptanz und Umsetzungskraft
👇 Was war bei Euch der entscheidende Auslöser für eine neue Energieentscheidung?

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