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Zwei Monate. So lange dauert die Genehmigung eines neuen Geothermie-Projekts in Colorado

laurafinzi
6. Aug.
1 Min. Lesezeit

Diese Zahl war für mich beim Austausch mit der 15-köpfigen, von Gouverneur Jared Polis angeführten Delegation aus dem US-Bundesstaat besonders beeindruckend. Im Rahmen des Besuchs mit Prof. Thomas Hamacher und Anastasia Sidorova bei Infineon sprachen wir diese Woche über Tiefengeothermie, kommunale Wärmewende und die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Wissenschaft.


Besonders bemerkenswert fand ich dabei die Selbstverständlichkeit, mit der die amerikanischen Teilnehmer über Umsetzung sprachen. Nicht darüber, ob etwas möglich ist, sondern wie man es möglich macht.


Während wir in Deutschland noch darauf warten, dass das Geothermie-Beschleunigungsgesetz seine Wirkung entfaltet, sind Geothermie-Projekte in Colorado bereits in bestehende Genehmigungsstrukturen integriert. Dort nutzt man die Abläufe aus der Öl- und Gasindustrie und kommt deutlich schneller ins Handeln.


Natürlich lassen sich die Rahmenbedingungen nicht eins zu eins vergleichen.


Aber der Austausch hat mir erneut gezeigt: Die Frage ist nicht nur, welche Technologien wir nutzen wollen, sondern auch, wie schnell wir bereit sind, sie umzusetzen – und wie wir vorhandene Geothermie Kompetenz nutzen.


Die Ressource ist vorhanden. Das Wissen ebenfalls. Entscheidend ist, ob wir daraus auch konkrete Projekte machen.

 
 
 

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